
Hören Sie auf, Ihrem Laser-Thermometer in der Glasfabrik zu vertrauen!
Hier ist eine typische Situation: Ein Ingenieur nimmt ein Laser-Temperaturmessgerät, richtet es auf eine Glasscheibe und verlässt sich auf die Anzeige auf dem Bildschirm.
Es scheint präzise zu sein – und wissenschaftlich fundiert. Doch in einer Glasfabrik handelt es sich dabei meist um falsche Werte.
Glas ist nämlich etwas trickreich: Es reflektiert Infrarotenergie fast wie ein Spiegel. Wenn man also mit einem herkömmlichen IR-Messgerät misst, misst man eigentlich nicht die Temperatur des Glases selbst, sondern die Reflexionen von der Decke oder von der Person, die daneben steht.
Die „Geistertemperaturen“
Die meisten dieser Handheld-Geräte sind auf eine Standardemissivität von 0,95 eingestellt. Das funktioniert gut für Holz oder bemalte Wände – doch Glas ist etwas ganz anderes. Je nach Zusammensetzung und Temperatur schwankt diese Zahl stark.
Wenn man ein solches Gerät auf klares Glas verwendet, können die Messwerte um Hunderte von Grad abweichen.
Dann beginnt das eigentliche Problem: Man versucht, die „Geistertemperaturen“ auszugleichen. Man ändert die Einstellungen – in der Hoffnung, dass am Ende kein beschädigtes Produkt entsteht.
Wir sehen das ständig in den Fabriken: Die Mitarbeiter versuchen, die Emissivitäts-Einstellungen so zu verändern, damit die Werte stimmen. Das ist keine Ingenieursarbeit – es ist eher Glücksspiel mit dem Inventar.
Warum wir persönlich vorbeikommen
Es wäre einfach, Ihnen einfach ein teures Messgerät zu schicken und dann fertig zu sein. Doch ein Messgerät ist nur so gut wie die Person, die es in einer bestimmten Umgebung verwendet.
Deshalb schicken wir unsere Ingenieure zu Ihnen in die Fabrik. Wir müssen sehen, wie Ihre Anlage tatsächlich funktioniert. Wir betrachten Faktoren, die in der Bedienungsanleitung nicht erwähnt werden:
*Der Winkel: Wenn man den Strahl unter einem flachen Winkel richtet, steigen die Reflexionen an – und die Messwerte gehen zurück.
*Die Luft: Dampf und Staub erschweren nicht nur die Sicht, sie stören auch das Infrarotsignal.
*Der Zustand des Glases: Schmelzendes Glas und abgekühltes Glas verhalten sich bei der Wärmeübertragung völlig unterschiedlich.
Kein Raten mehr nötig
Man kann zwar hochwertige Pyrometer mit verstellbaren Einstellungen kaufen, um das Problem der Reflexionen zu lösen – doch diese Geräte sind anspruchsvoll in der Bedienung. Eine falsche Einstellung führt wieder zu falschen Ergebnissen.
Deshalb bevorzugen wir es, Ihre Anlage individuell zu diagnostizieren. Wir ermitteln die genaue Brennweite sowie die richtigen Einstellungen für Ihr spezielles Glasperiod.
Es ist viel einfacher, wenn man nicht mehr raten muss – und wirklich weiß, dass die Temperatur unter Kontrolle ist.